2013 war ein unglaublich ereignisreiches Jahr für mich – vor allem, was das Schriftstellerische anbelangt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter waren bei mir durch je eine eigenständige Veröffentlichung geprägt. Dazu kamen Buchmesse(n), ein Agenturvertrag, Kurzgeschichten und viele andere schöne Kleinigkeiten.

seitelänger Januar.
Rund um den Jahreswechsel erfolgt der letzte Lektoratsdurchgang der »Kondorkinder« im Expressmodus. Tanja Rast brilliert dabei als finale Kampf-Betaleserin, die sich nur so durch die Bücher fräst.

Am 9. Januar entdecke ich das Lesungsprogramm der Leipziger Buchmesse und stelle fest, dass meine Lesung schon dort vermerkt ist: Donnerstag, 14. März, um 15:30 – der erste Tag der Buchmesse und zugleich der offizielle Erscheinungstermin der »Kondorkinder«.
Herzflattern deluxe, weil es jetzt amtlich ist – ich lese auf der Buchmesse!

Februar
Anfang des Monats ist die Arbeit an den Druckfahnen abgeschlossen – die »Kondorkinder« gehen damit termingerecht in den Druck und werden pünktlich zur Leipziger Buchmesse fertig sein.

Am 7. Februar schreibt die Agentur Schmidt & Abrahams auf ihrer Facebookseite, dass sie für ihr Frühjahrsportfolio ein realistisches Jugendbuch suchen. Todesmutig krame ich meinen »Timoteo« aus der Schublade und schicke Exposé und Leseprobe. Am 13. Februar fordern S&A das Gesamtmanuskript an.

März
Die Bombe platzt am 7. März, exakt einen Monat nach dem Facebook-Aufruf: S&A sind von »Timoteo« überzeugt und nehmen mich unter Vertrag. Das Manuskript darf eine Woche später bereits mit auf die Leipziger Buchmesse.

Am 14. März erscheint mein Debütroman. Die Tage auf der Leipziger Buchmesse bilden eindeutig den Höhepunkt dieses tollen Jahres. Familie und Freunde reisen an, kommen zu meiner Lesung, schwänzen Fortbildungen, kaufen stapelweise Bücher und lassen mich am laufenden Band signieren. So viele wundervolle Momente geteilter Freude, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Als besonderes Highlight steht mein Bruder als Überraschungsgast auf der Matte – extra aus Tirol angereist!

Außerdem darf ich am 15. März meine Agentinnen persönlich kennenlernen und endgültig feststellen, dass ich hier wirklich in den allerbesten Händen bin.

April
Auf Lovelybooks läuft die Leserunde zu den »Kondorkindern«, und ich bin überwältigt von soviel Interesse und den positiven Resonanzen, auf die das Buch auch bei denen stößt, die mit Perú nicht wirklich etwas zu tun haben.

Außerdem flattern in diesem Monat gute Nachrichten für Kurzgeschichten ins Haus. Ganz besonders freue ich mich, dass es meine Geschichte um den maurischen Zauber der Alhambra in die Anthologie »Gesänge aus dunklen Zeiten« im Burgenwelt-Verlag schafft.

Mai
Im Wonnemonat Mai haben sich viele Dinge eher hinter den Kulissen abgespielt. Zum Beispiel das Lektorat für meine Mystery-Novelle »Antayawar«.

Daneben gibt es auch Wermutstropfen zwischen den ganzen Erfolgsmeldungen; mein »Timoteo« ist zwar bei einigen Verlagen auf Interesse gestoßen, doch letztendlich erntet der kleine Gitarrenspieler nur Absagen.

Juni
In diesem Monat gilt: »Was lange währt, wird endlich magisch.« Im Oktober 2010 hatte ich das erste Mal seit langem wieder an einem Schreibwettbewerb teilgenommen und es mit meiner »Kinderstehlerin« in die Anthologie »PragMagisch« geschafft. Seit Juni 2011 warteten Herausgeberin und Autoren auf das gedruckte Exemplar. Nach viel unschönem Gerangel hinter den Kulissen fand das Projekt letztlich ein neues Zuhause und ein neues Cover, sodass wir es nun endlich in den Händen halten durften.

Juli
Es ist langsam Zeit, an ein Projekt zu denken, das im Oktober mit auf die Frankfurter Buchmesse fahren darf. Es ist das erste Mal, dass ich in Absprache mit meiner Agentur ein neues Projekt entwickle. Schnell schließe ich den Roman um Fotografie, ein buntes Kloster und ein Familiengeheimnis, angesiedelt in meinem geliebten Arequipa, ins Herz, und bin umso glücklicher, als von der Agentur mit den Worten »Uns gefällt’s!« grünes Licht für meine »Guadalupe« kommt.

Am Ende des brütend heißen Julis lese ich auf der Bonner FeenCon aus meinen »Kondorkindern« und teile mir außerdem einen Stand mit meinen Autorenkolleginnen Ann-Kathrin Karschnick und Janika Hoffmann – mit Fächern und viel, viel Met!

August
Am 1. August erscheint der zweite Band der »Kondorkinder«, beide Bücher lassen sich jedoch unabhängig voneinander lesen, obwohl sie durchaus zusammengehören.

Ende August gibt es eine besonders tolle Zusage – diesmal nicht für eine einzelne Kurzgeschichte, sondern für eine ganze eBook-Serie. Es geht um Tango-Steampunk, Luftschiffe und Abenteuer in einem alternativen Südamerika, mehr dazu verrate ich im nächsten Jahr.

September
Mein erster Gehversuch in einem neuen Genre wird belohnt: Der junge Verlag ohneohren nimmt meine Geschichte »Die Jagd nach Eldorado« in die Science-Fiction-Anthologie »Intergalaktisches Seemannsgarn« auf. Bedeutsam für mich, weil die beiden Hauptfiguren der Geschichte erwartungsvoll auf meinem Sofa sitzen bleiben und nicht weniger fordern als ihren eigenen Roman – nach einigem Hin und Her gebe ich auf und verspreche den beiden ihren großen Auftritt im November.

Ende September erscheint meine dritte eigenständige Veröffentlichung in diesem Jahr: »Antayawar«, eine Mystery-Novelle in der Reihe »Gaias Schatten«, wird im Textlustverlag veröffentlicht.

Oktober
Der Oktober steht wie üblich ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den NaNoWriMo – was ich schreibe, ist mittlerweile beschlossene Sache, meine Hauptfiguren versorgen mich bereits jetzt mit spritzigen Dialogfetzen und Kopfkino ohne Ende.

Ansonsten läuft das Lektorat für das Kinderbuch »Straka«, das im Dezember kommen soll und die Geschichte eines besonderen Goblinmädchens erzählt – mit viel Fleiß bekommen wir das Lektorat tatsächlich noch vor dem Startschuss für den Novemberwahnsinn fertig.

Während ich auf dem BuCon einen wundervollen Tag mit vielen, vielen Tintenzirklern verbringe, ist meine »Guadalupe« zeitgleich auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs. Danach heißt es Daumen drücken, da tatsächlich einige Verlage Interesse bekunden.

November
Der NaNoWriMo wird in diesem Jahr inkagalaktisch. Meine Inka-Space-Opera »Feuerschwingen« mausert sich von einer locker-flockigen-Abenteuergeschichte zu etwas, das doch eine Runde mehr Tiefgang hat als gedacht, Inka und Iberer wissen in der Handlung durchaus ihren eigenen Kopf durchzusetzen, und zum ersten Mal seit 2009 wird der Roman nicht im November fertig – erst am 7. Dezember kann ich ein »Ende« unter die stolzen 135.000 Wörter setzen, die in der Überarbeitung aber ein bisschen zusammenschrumpfen sollen.

Dezember
Kurz vor dem Fest erscheint tatsächlich noch meine »Straka« im Machandel-Verlag und rundet als vierte eigenständige Veröffentlichung 2013 ein sehr erfolgreiches Jahr ab.

Am 9. Dezember flattert mir außerdem eine Mail ins Haus, die mir erst eine fast schlaflose Nacht und dann viele fröhliche Kolibris in der Autorenseele bereitet. Ich habe unerwartet einen Mahagonibaum gepflanzt. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden – im neuen Jahr.

An dieser Stelle bleibt mir erst einmal nur, euch allen für eure Treue, eure Kommentare, eure Begeisterung und eure aufmunternden Worte zu danken, hier im Blog und anderswo. Ohne euch wäre auch dieses Jahr nicht das geworden, das es letztlich war.

Euch allen einen angenehmen Jahresausklang und einen guten Start in ein erfolgreiches, kreatives und glückliches Jahr 2014!