Als ich Anfang der Woche den doch recht umfangreichen Artikel zu der polemischen Berichterstattung rund um ein vermeintliches Weihnachtsverbot in Berlin (bzw. in Friedrichshain-Kreuzberg) online stellte, rechnete ich ehrlich gesagt mit wenig Resonanz. Eben, weil er doch recht lang ist.

Ich bin froh, dass es anders gekommen ist: Ich habe unglaublich viel positives Feedback zu diesem Artikel bekommen. Er ist weitergeteilt worden, und es haben so viele Leute auf »Gefällt mir« geklickt wie noch nie zuvor auf diesem Blog. Für all das ein großes Dankeschön. Ich habe den Artikel geschrieben, weil es meiner inneren Überzeugung entspricht, sich kritisch mit vermeintlichen Skandalmeldungen auseinanderzusetzen und ihnen mit objektiven Fakten die Grundlage zu entziehen. Und gerade, weil sich das ein wenig anfühlt wie Quijote gegen die Windmühlen, macht es mich glücklich, dass dieser Anspruch doch bei vielen auf offene Ohren und Zustimmung stößt.

Und damit es in den Kommentaren zum Artikel selbst nicht untergeht: Maja Ilisch hat mich darauf hingewiesen, dass es mittlerweile auch eine offizielle Pressemitteilung der Stadt Berlin zu dem Thema gibt. Vielen Dank für den Hinweis! Ich zitiere hier nur einmal zusammenfassend die zentralen Aussagen:

»In Friedrichshain-Kreuzberg wurden und werden keine Feste wegen ihres religiösen Charakters untersagt oder benachteiligt. (…)
Offenbar hat die zuständige Abteilung allerdings in einzelnen Fällen bei entsprechenden Anfragen von Institutionen – u. a. eines Quartiersmanagements – irrtümlich auf eine Entscheidung des Bezirksamtes in einem Einzelfall aus dem Sommer 2007 verwiesen und mitgeteilt, Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften und religiöse Feste können nicht genehmigt werden.

Das entspricht weder der Beschlusslage im Bezirksamt, noch wäre eine solche Handhabung rechtmäßig. (…)

Bei Entscheidungen über die Realisierbarkeit spielen ausschließlich objektive Kriterien (Verkehr, Lärmschutz für Anwohnerinnen und Anwohner, Sicherheit der Veranstaltung etc.) eine Rolle. Nicht jede gewünschte Veranstaltung kann daher in dem hoch frequentierten Innenstadtbereich zu jedem Zeitpunkt genehmigt werden.

Religiöse Orientierung der Anstragstellerinnen und Antragsteller oder die Ausrichtung der Veranstaltung sind bei dieser Prüfung aber kein Kriterium.«